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selbstbildnis von Valery Heussler

Selbstbildnis 1961 (Ausschnitt, Foto Leo E. Hollinger)

Valery Heussler's Werk: Bilder und Plastiken

Die Arbeiten von Valery Heussler lassen sich, sehr vereinfachend, in drei Schaffensphasen gruppieren. Am Anfang stehen die bildlichen Darstellungen im Vordergrund. Valery Heussler erarbeitet sich mit Zeichnung, Radierung und Malerei ihren eigenen Stil, der in den surrealistischen Eitempera Bildern der fünfziger Jahre seinen ersten Höhepunkt erreicht (—> Werkschau—> Bilder). Dieser Periode folgt eine zweite Phase, die von der Suche nach neuen bildlichen Gestaltungsmöglichkeiten geprägt ist. In dieser Zeit experimentiert Valery Heussler auch mit plastischen Arbeiten, zunächst in Ton und Papiermaché. Kleinere Figuren entstehen, u.a. ist die Betonung auf die Sinnesorgane Ohren und Augen ausgeprägt und sie werden oft seriell vervielfältigt.


Nach ihrem Umzug (1970) ins eigene Atelier in Elfingen hat Valery Heussler Raum, um in einer dritten Arbeitsphase ihre plastischen Ideen räumlich unbeengt realisieren zu können. Sie arbeitet jetzt vorallem mit Metall und wendet die erworbenen Fähigkeiten des Schlosserns, Schmiedens und Schweissens an. Zusammengeschweissten Metallgestellen verleiht sie plastische Fülle mit textilen Umwicklungen. Sie nennt diese Figuren uniforme Hörer und Seher und verwendet Reihungen zur Verdeutlichung ihrer Gleichschaltung. Die gesellschaftskritische Haltung der Künstlerin erhält hier klaren Ausdruck.

In den neunziger Jahren wagt sie sich an ein extrem widerspenstiges Material: Rostfreien Stahl. Abstrakte Menschsymbole entstehen aus schlanken Stahlprofilen, an welche Rohre rechtwinklig angesetzt sind, Augen resp. Ohren verdeutlichend (—> Werkschau—> Plastiken).

An dieser Stelle möchte ich mich bei Leo E. Hollinger für die wertvolle Unterstützung mit Dokumenten und Bildmaterial zu Valery Heussler's Werk bedanken.


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